pong

Pong / Sibylle Lewitscharoff. –  Berlin : Berliner Taschenbuch Verl., 2010. –  143 p. (Berliner Taschenbuch ; 0558) 

Mit aller Macht hat Pong es sich in den Kopf gesetzt, die Welt zu retten, oder sollte man besser sagen, das Weltverbesserertum hat sich seiner bemächtigt? Der “nicht unschöne Mann” mit dem einprägsamen Namen, der pulsierende Energie verheisst und zugleich in seiner programmatischen Knappheit ein wenig an Beckettsche Figuren erinnert, scheint Agitator und Medium zugleich, Richter und Opfer. Ein In-die-Welt-Geworfener, der sich zugleich die Welt unaufhörlich selbst erschafft. 

Auszug, Seite 7:

Warum einem Verrückten die Welt gefällt wie sie ist und manchmal nicht

Einem Verrückten gefällt die Welt wie sie ist, weil er in ihrer Mitte wohnt. Nicht irgendwo in irgendeiner Mitte, sondern in der gefährlich inschüssigen Mitte-mitte, im Zwangs-Ei. […]. 

Und sonst? Noch irgendwelche Sorgen? Ja. Leider Sorgen die Menge. Die Sorge, dass ein Knopf abspringt. Die Sorge, dass man ihn bloss hingekritzelt hat. Die Sorge, dass seine himmlischen Verbindungen verlorengehen.

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