toyon

Fass zu, Toyon! / Nicholas Kalashnikoff ; Deutsch von Ursula Bruns. –  Hamburg : F. Oetinger, 1991. –  255 p.

Nicholas Kalashnikoff, in seiner Jugend für fünf Jahre nach Nordsibirien verbannt, erzählt in diesem Buch von der Begegnung mit einem gastfreundlichen Tungusen, der ihm bei einem Aufenthalt in seiner Jurte das Schicksal seiner Familie und ihres klugen Wolfshundes anvertraut, das mit dem ihren eng verbunden ist.

Auszug, Seite 5:

Meine Reise von Zentralrussland nach Nordsibirien erfolgte unfreiwillig, denn ich wurde als politischer Gefangener ins Exil gebracht. Zu Fuss, zu Pferd, per Zug, Schiff und Wagen hatte ich von St. Petersburg aus, wo ich ein Jahr lang Einzelhaft gehalten worden war, in fünf Monaten nahezu neuntausend Meilen zurückgelegt und befand mich nun kurz vor Werchojansk, einem der ödesten Flecken der Welt. Dort würde ich bleiben, bis wir im Winter mit Rentieren die letzten tausend Meilen bis zu meinem Bestimmungsort Sredne-Kolymsk zurücklegen könnten, der ironisch “Die Hauptstadt des Polarkönigreiches” hiess.

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